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Ypsomed verleiht den 8. Innovationspreis

Bern/Burgdorf, 10. Januar 2017, 19.00 Uhr – Der Ypsomed Innovationsfonds vergab heute bereits zum achten Mal den mit insgesamt 60'000 Franken dotierten Ypsomed Innovationspreis für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer anlässlich des Neujahrsaustauschs von Co-Sponsorin PwC Schweiz. Vor rund 300 geladenen Gästen wurden die diesjährigen Gewinner ausgezeichnet. Die Jury verlieh den 1. Preis über 30'000 Franken an das Team Prof. Dr. Gregor Burkhard (Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW) und Dominik Nägeli (ehemals FHNW, jetzt RUAG Space) für das Projekt "Neues Lasteinleitungselement für die Raumfahrttechnik – GreDom-Insert revolutioniert den Satellitenbau". Den 2. Preis über 20'000 Franken erhielt Prof. Dr. Mauricio Reyes, Institut für chirurgische Technologien und Biomechanik der Universität Bern, für das Projekt "Automatische Methoden für medizinische Bildverarbeitung in Gehirntumorstudien“. Der 3. Preis über 10'000 Franken ging an Prof. Dr. Alke Fink vom Adolphe Merkle Institut der Universität Freiburg für das Projekt "NanoLockin: eine neue Technologie zur Charakterisierung von Nanopartikeln für die Krebstherapie".

8. Preisverleihung Ypsomed Innovationspreis 2017
Von links: Willy Michel (Verwaltungsratspräsident der Ypsomed Holding AG); die Gewinner Dominik Nägeli und Prof. Dr. Gregor Burkhard, sowie Prof. Peter Mürner (Mitglied der Jury und des Stiftungsrates des Ypsomed Innovationsfonds)

1. Preis: An das Team Prof. Dr. Gregor Burkhard (Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW) und Dominik Nägeli (ehemals FHNW, jetzt RUAG Space) für das Projekt "Neues Lasteinleitungselement für die Raumfahrttechnik – GreDom-Insert revolutioniert den Satellitenbau"

Ausgezeichnet wurde die Erfindung einer neuen Art von Inserts, die vollständig automatisiert in Satelliten-Paneele eingesetzt und verklebt werden können. Inserts sind spezielle Gewindeeinsätze, mit denen Instrumente, Aggregate und Sensoren an der Tragstruktur eines Satelliten befestigt werden können. Ein durchschnittlicher Kommunikationssatellit hat mehr als 2500 Inserts, die bisher ausschliesslich manuell verbaut wurden. Mit den Erkenntnissen aus diesem Forschungsprojekt konnte der Industriepartner RUAG Space erste Erfolge dieser Entwicklung vermelden, nämlich die Beteiligung am Bau der OneWeb-Satelliten. Insgesamt wird RUAG Space innerhalb von nur zwei Jahren 900 Satellitenstrukturen bauen und dazu rund 500'000 GreDom-Inserts verbauen. Das ist die bisher grösste Serienproduktion in der Geschichte des Satellitenbaus.

2. Preis: An Prof. Dr. Mauricio Reyes, Institut für chirurgische Technologien und Biomechanik der Universität Bern, für das Projekt "Automatische Methoden für medizinische Bildverarbeitung in Gehirntumorstudien“.

In gemeinsamer Forschungstätigkeit haben Ingenieure, Informatiker und Ärzte eine Software zur klaren Unterscheidung von Gewebetypen im Gehirn entwickelt. Dies umfasst beispielsweise die Identifikation der endgültig geschädigten bzw. der behandelbaren Hirnregionen nach einem Schlaganfall. Diese Software lernt stetig dazu und kann somit ihre Voraussagen verbessern.

Entwickelt wurde diese Software durch das Institut für chirurgische Technologien und Biomechanik der Universität Bern, gemeinsam mit Klinikern des Instituts für Neuroradiologie des Inselspitals in Bern. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit erbrachte Resultate, die internationale Aufmerksamkeit erregten: Inzwischen profitieren auch renommierte Forschungsteams aus Amerika von dieser software-basierten Tumorbildanalyse.

3. Preis: An Prof. Dr. Alke Fink, Adolphe Merkle Institut der Universität Freiburg, für das Projekt "NanoLockin: eine neue Technologie zur Charakterisierung von Nanopartikeln für die Krebstherapie".

Eine neue, vielversprechende Krebstherapie ist die sogenannte magnetische Hyperthermie. Bei dieser Therapie werden magnetische Nanopartikel direkt in einen Tumor injiziert. Mit Hilfe eines Magnetfeldes werden die magnetischen Nanopartikel angeregt, wodurch sie Wärme erzeugen und die Krebszellen mit Hitze von innen sozusagen verbrennen. Somit wird ein Absterben der Krebszellen gefördert. Da sich durch das Magnetfeld gezielt die magnetischen Nanopartikel und damit das umliegende Krebsgewebe aufheizen, ist diese Behandlungsmethode, im Vergleich zu traditionellen Methoden wie bspw. der Chemotherapie, mit geringeren Nebenwirkungen verbunden. In mehreren disziplinübergreifenden Studien hat die Gruppe von Prof. Dr. Alke Fink vom Adolphe Merkle Institut der Universität Freiburg ein Verfahren erforscht, um extrem zuverlässig, reproduzierbar und mit minimalem Aufwand die Heizeigenschaften und damit die Effizienz von magnetischen Nanopartikeln zu bestimmen. Technische Unterstützung erhielt Prof. Dr. Alke Fink von Dr. Mathias Bonmarin von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaft.

Zum Ypsomed Innovationsfonds
Der Ypsomed Innovationsfonds bezweckt die Förderung innovativer Unternehmungen im Espace Mittelland und unterstützt sowohl branchenunabhängige Projektfinanzierungen von Firmen in Gründung, neu gegründete Firmen wie auch solche von bereits bestehenden Unternehmen. Der Ypsomed Innovationsfonds wurde 1997 von Willy Michel als Disetronic Innovationsfonds ins Leben gerufen.

Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Peter Mürner, Mitglied der Jury und des Stiftungsrates des Ypsomed Innovationsfonds, unter der Nummer 079 415 19 49 zur Verfügung. Diese Medienmitteilung sowie weitere Unterlagen und Informationen über die Stiftung finden Sie unter www.innovationsfonds.ch.

Zur Ypsomed Gruppe
Ypsomed ist die führende Entwicklerin und Herstellerin von Injektions- und Infusionssystemen für die Selbstmedikation und ausgewiesene Diabetesspezialistin mit 30 Jahren Erfahrung. Als Innovations- und Technologieführerin ist sie bevorzugte Partnerin von Pharma- und Biotechunternehmen für Pens, Autoinjektoren und Pumpensysteme zur Verabreichung von flüssigen Medikamenten. Ypsomed präsentiert und vertreibt ihre Produktportfolios unter den Dachmarken mylife™ Diabetescare direkt an Patienten oder über Apotheken und Kliniken sowie unter YDS Ypsomed Delivery Systems im Business-to-Business-Geschäft an Pharmafirmen. Sie hat ihren Hauptsitz in Burgdorf, Schweiz, und verfügt über ein globales Netzwerk aus Produktionsstandorten, Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern und beschäftigt weltweit gegen 1‘300 Mitarbeitende.

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